@alleinerziehende, berufstätige Mütter: warum geht ihr arbeiten? Würde das Geld sonst nicht reichen? Zahlen die Ex-Männer zu wenig oder nicht? Oder wollt ihr das einfach selbst so? Oder auch: wer kennt alleinerziehende, berufstätige Mütter und deren Gründe dafür? Da das sehr privat ist, bin ich über anonyme Antworten nicht böse.?

gefragt von am 04.04.2006 um 15:11

antwortet am 04.04.2006 um 15:12

Sollte heissen: "Zahlen die Ex-Männer zu wenig oder garnicht?"

antwortet am 04.04.2006 um 15:40

Eine frühere Freundin von mir ist Alleinerziehend.

Der Typ hat sich verpisst als das Kind ein halbes Jahr alt war. Er ist zwar dem Kind unterhaltspflichtig gegenüber ... NICHT aber der Mutter. Die beiden waren halt nicht verheiratet.

Ihr blieb nur der Weg in die Sozialhilfe. Leider war das der einzige Weg.
Das hätte sie noch länger durchziehen können ... sie ist aber in ihren Beruf zurückgekehrt als das Kind fast 2 Jahre alt war. Klar, wer lebt schon gerne von Sozialhilfe ?
Dann ging das Kind in die KiTa.

So zeitig wieder arbeiten zu gehen ist aus der Notwendigkeit heraus geboren worden.
Ich kann es nicht beschwören ... aber ich glaube das neuerdings bei NICHTehelichen Gemeinschaften der Kindsvater AUCH der MUTTER gegenüber unterhaltspflichtig ist.

Dieses Glück hatte meine Ex vor 8 Jahren halt noch nicht ...

Bohne antwortet am 04.04.2006 um 16:05

Ich habe zwar nicht vor, alleinerziehende Mütter zu werden, aber ich kann überhaupt nicht verstehen, wieso jemand freiwillig komplett seinen Job aufgeben würde, egal ob mit oder ohne Mann.

Für mich ist das das selbe, wie meine Unabhängigkeit aufzugeben. – Bewerten …

antwortet am 04.04.2006 um 16:06

Wie willst du das machen Bohne?
Tagesmutter?

antwortet am 04.04.2006 um 16:09

Uiuiui .... da wird sich aber noch jemand umgucken ........

antwortet am 04.04.2006 um 16:10

..... eine Tagesmutter kann kein Schwein mit einem "normalen" Einkommen bezahlen.

Zenga antwortet am 04.04.2006 um 16:19

Tagesmutter? Wenn der Vater und die Omas mitspielen, braucht man keine Tagesmutter!
- – Bewerten …

antwortet am 04.04.2006 um 17:03

Oooops, stimmt, hab ich vergessen, es gibt Leute die haben Eltern in der Nähe...

Dr.Müller antwortet am 04.04.2006 um 21:18

wieder nur die allein erziehenden Mütter gefragt, Rassistin!

@Aba: auch nicht verheiratete Männer schulden der Mutter Unterhalt, mindestens ein Jahr lang.

Ab einem gewissen Alter, so ca. ab Kindergarten, teilweise auch früher, finde ich es kein Problem, arbeiten zu gehen, allerdings sind die Betreuungsangebote zu knapp und ganztags erst recht.

Ich finde es übrigens gut, wenn Frauen sich nicht auf dem Unterhalt ihrer Ex-Männer ausruhen, wenn es auch anders geht. – Bewerten …

cendrillon antwortet am 05.04.2006 um 02:40

hm, ich glaube, ich verstehe die frage nich.

was sollte denn daran unnormal sein, zu arbeiten, wenn man ein kind, oder zwei, alleine erzieht?

gerade dann ist es doch wichtich, da es keinen zweiten einkommeneinbringer gibt.
wovon soll man denn sonst leben?

und überhaupt, dieses hausfrauentum funktioniert doch wenn, dann sowieso nur, wenn der mann einen vernünftigen job hat.

und auch wenn sie nicht billig und spärlich gesät sind, so gibt es doch immer noch kindertagesstätten.
– Bewerten …

antwortet am 05.04.2006 um 08:01

Tja .... ich meine das dieser Unterhaltsanspruch der Frau gegenüber dem Mann bei unverheirateten Paaren eben erst seit einigen Jahren existiert. Kann mich aber auch irren, ist ja schon einige Zeit her.

Cendrillon sieht die Sache mit den Kindertagesstätten ein wenig zu entspannt ... erstmal eine Betreuungsmöglichkeit FINDEN.

Wie der Doc schon schrieb ... die sind dünn gesät.

Vergiss das Jugendamt ... von denen bekommst Du ein paar Broschüren und einen feuchten Händedruck. Das Pack ist nur dafür da um alles totzuverwalten und Alleinerziehenden Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

Oh Mann .... früher wäre ich so gerne zum Jugendamt gefahren und hätte den Sachbearbeitern eine Gesichtsmassage verpasst für jedes Gespräch von dem meine Freundin weinend zurückkam und nicht gewusst hat wie es weitergehen soll .....
Bis sie das Ruder selbst in die Hand genommen hat weil sie erkannt hat das nichts zu erwarten ist.

Oft hat eine Alleinerziehende nur die Chance wieder zu arbeiten wenn sie vorher schon irgendwo gearbeitet hat und Anspruch auf Mutterschutz bei dieser Stelle hat.
Grossartig bewerben bei einem neuen Arbeitgeber mit dieser Situation brauchst Du Dich fast gar nicht .....

Es gibt aber auch Erleichterungen seitens des Gesetzgebers. Solltest Du in einem Job gearbeitet haben der Schichtdienst erfordert kannst Du von Spätdiensten UND Wochenenddiensten befreit werden wenn KEINE in der Wohnung lebende Person die Betreuung ees Kindes unter 12 Jahren gewährleisten kann ... sprich, alleinerziehend OHNE neuen Partner der bei euch wohnt.

Traf auf meine Freundin als Medizinisch-Technische-Assistentin in einem Krankenhaus zu.

Anisi antwortet am 05.04.2006 um 08:53

Darf ich grad mal aus dem Nähkästchen plaudern? Denn ich bin alleinerziehend, naja, war es jedenfalls ziemlich lange, inzwischen hab ich ja bekanntlich einen jungen Erziehungsberater.

Ich bin selbstverständlich wieder arbeiten gegangen, als ich mich von meinem Mann trennte. Deswegen will ich ihm aber nicht auf der Tasche liegen. Mein Leben ist ja meine Sache, dafür muss mein Ex-Mann nicht ein Leben lang zahlen. Für die Kinder erhalte ich einen (abgesprochenen und weit unter Düsseldorfer Tabelle liegenden) Unterhalt, weil wir (die Kinder und ich) mit meinem Gehalt recht gut auskommen. Mir ist es immer schon wichtig gewesen, unabhängig zu sein und für mein Leben und meine Rente (oder was davon übrig bleibt) selbst zu sorgen. Im übrigen bekommt man als allein erziehende Person auch Hilfen vom Staat in Form von Kinderkarten-Zuschüssen. Auch Tagesmütter werden, sofern sie von der Stadt anerkannt sind, durchaus mitgetragen.

Ich habe jedoch Glück, dass ich einen sehr toleranten Arbeitgeber habe, der

1. kein Problem damit hat, wenn ich wegen Kindererkrankung mal ausfalle

2. kein Problem damit hatte, mir einen passenden Arbeitsplatz zurechtzuschnitzen

3. kein Problem damit hat, dass ich keine Karriere machen möchte.

4. kein Problem damit hat, wenn ich eines Tages wieder meine Arbeitszeit aufstocken möchte.

Insofern habe ich sehr sehr viel Glück! – Bewerten …

Dr.Müller antwortet am 05.04.2006 um 08:57

also vor 8 Jahren, als wir uns trennten, gab es dieses Gesetz definitiv schon – Bewerten …

Bohne antwortet am 05.04.2006 um 09:12

Nein, meine Eltern wohnen nicht so nahe, dass sie mir das Baby täglich abnehmen könnten.
Und eine Tagesmutter kostet mich bei weitem weniger, als ich durch Verdienstausfall verlieren würde.

Ich weiss gar nicht, wo dieses Ammenmärchen herkommt.
Für eine Tagesmutter in unserer Region würde ich Vollzeit etwa 450 Euro im Monat zahlen.
– Bewerten …

Anisi antwortet am 05.04.2006 um 09:14

In Hamburg ist es einkommensabhängig, was die Tagesmutter kostet. Vielleicht solltest Du Dich auch noch beim Amt erkundigen, Bohne. Die dort gemeldeten Tagesmütter müssen einen gewissen Qualitätsstandard erfüllen und Fortbildungen vorweisen. Oder hast Du schon jemand bestimmtes im Blick? – Bewerten …

Dr.Müller antwortet am 05.04.2006 um 09:17

als unsere Kleine in den Kindergarten kam, hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil es eben ganztags war. Aber eigentlich ist es für die Kinder die bessere Option. Sie sind mit anderen Kindern zusammen, das soziale Verhalten wird viel besser geschult, das Kind ist offener für andere. Nach der Einschulung ging sie dann nach Schulschluss in den Hort und war sehr traurig, als im letzten Jahr diese Zeit zu Ende ging. In Benelux kommen die Kinder bereits im zweiten Lebensjahr in Betreuung und das klappt hervorragend. Man muss naürlich dann die Zeit, die man mit dem Kind hat, gut nutzen, viel ist es ja nicht – Bewerten …

antwortet am 05.04.2006 um 09:23

@cendrillon:
Du interpretierst da etwas in die Frage, was es nicht gibt.
Mich interessieren wirklich nur die Gründe dafür, ich lehne es nicht ab, im Gegenteil!
Ich denke mir, dass es auch viele Frauen gibt die einfach arbeiten MÜSSEN, weil der Ex entweder nichts hat oder einfach nicht genug zahlt.
Dass es Frauen gibt, die auch mit Kindern weiterarbeiten WOLLEN (ob jetzt mit oder ohne Partner) ist mir eh klar.

Ich habe da eben ständig "familiäre Diskussionen" zu dem Thema...

Juni antwortet am 05.04.2006 um 13:02

Abgesehen davon, dass ich keinen Kindesunterhalt bekomme, habe ich schon überlegt, wie ich es deichseln soll, als ich allein erziehend wurde, weil wir auch gerade in ein Haus eingezogen waren und ich dieses nicht aufgeben wollte. Das habe ich auch finanziell gepackt (trotz Teilzeit). Aber die Überlegungen gingen dahin, ob die viele Abwesenheit den Kindern schadet, die waren damals noch sehr klein, und ich brauchte sowohl eine Tagesmutter als auch meine Eltern.
Der Leiter unseres Sozialamtes, der wirklich klasse war (auch wenn er mir nicht zu irgendwelchen Zuschüssen verhelfen konnte), riet mir damals sehr, es so zu machen, wie ich geplant hatte, nämlich das Haus zu halten und arbeiten zu gehen mit den Argumenten, dass die Kinder mit Haus einen viel besseren Start hätten sowie das Vorbild: Hier wird gearbeitet, um das nötige Geld zu verdienen.

Ich habe es nicht bereut. – Bewerten …

Juni antwortet am 05.04.2006 um 13:04

Aber wie gesagt, ich arbeite nur Teilzeit. Mit Vollzeit hätte ich schon gehadert und auf jeden Fall versucht, auf Teilzeit umzusteigen.
Vorteile, wenn die Familie gut läuft, liegen eh auf der Hand: Man bleibt im Beruf, lernt kontinuierlich weiter, tut etwas für sein Selbstbewusstsein, hat ganz andere Kontakte als privat usw. – Bewerten …

Sumaru antwortet am 05.04.2006 um 13:07

Ich bin zwar keine Mutter und wenn dann hoffentlich nicht alleinerziehend. Aus jetziger Sicht würde ich aber für den Fall das auf jeden Fall versuchen wieder zu arbeiten. Ganz abgesehen von Unterhalt oder sonstigen Zuschüssen.

Mir würde zu Hause die Decke auf den Kopf fallen, ich brauche Leute um mich/ soziale Kontakte neben den privaten. Bestätigung am Arbeitsplatz nicht zu unterschätzen. Also ja, ich würde arbeiten gehen, wenn es möglich ist und das Kind dabei gut versorgt ist. – Bewerten …

Anisi antwortet am 05.04.2006 um 13:25

Von den eigenen Eitelkeiten mal ganz abgesehen: Das Kind braucht doch auch mal eine Pause von der Mutter! – Bewerten …

antwortet am 05.04.2006 um 14:11

Eine gute Freundin von mir geht 3 Tage/Woche arbeiten und hat mit 4 Monaten die Kleine in der Zeit schon bei der Tagesmutter abgeliefert.
Zu Hause wäre sie Einzelkind, dort sind noch 3 andere, etwas grössere Kinder und sie findet es prima :o)

Ich sehe das also auch nicht problematisch und grössere Kinder wollen sowieso nicht dauernd "bemuttert" werden.

antwortet am 05.04.2006 um 14:33

Das ist klar ... was kannst Du einem Kind einen grösseren Gefallen tun als es ihm zu ermöglichen den ganzen Tag mit Gleichaltrigen herumzuspringen, zu spielen, zu lachen und zu toben .....

antwortet am 05.04.2006 um 14:38

Aber Aba, du hast eben keine Ahnung und du bist ein Dummlaberer!
Gute(!) Mütter unternehmen jeden Nachmittag etwas mit ihren Kindern (was sie morgens vorbereiten müssen) und dazu brauchen sie ein grosses Auto und können sich auch nicht um den Haushalt kümmern.
Sonst sind die Kinder später gestört, tztztz, dass du das nicht weisst... Naja, hast eben keine Kinder *grosszügigdrüberhinwegschau*


DAS muss ich mir dazu immer anhören.

antwortet am 05.04.2006 um 14:44

.... noch ein Grund mehr KEINE Kinder zu bekommen wenn sowas von einem erwartet wird .... ;-)

Juni antwortet am 05.04.2006 um 14:47

Es geht doch IMMER nur um das richtige Maß.
Da sein UND loslassen können. – Bewerten …

antwortet am 05.04.2006 um 15:13

Sie muss halt nachlegen .... wenn sie sich von ihrem neuen Typen noch ein Kind ansetzen lässt kann sie das lästige Arbeiten noch weiter rausschieben ... ;-)

alleinerziehend seit 10 jahren antwortet am 02.05.2006 um 16:01

Hi,
mein Sohn ist 10, ich bin von Anfang an alleinerziehend und berufstätig. Erstens wäre mir Sozialhilfe zu wenig, zweitens würde es meinem Selbstwertgefühl erheblich zusetzen, wenn ich von SH leben müsste, drittens will ich meinem Sohn ein Vorbild sein, damit er sieht, dass man für Geld arbeiten muss. Sozialschmarotzer gibt es schon genug.

Du weißt die Antwort auf diese Frage? Klasse. Dann schreibe sie jetzt sofort hier rein. So eine Chance etwas Gutes zu tun, kommt nicht alle Tage!



 

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