Wie hoch ist die Strafe für eine gefälschte Unterschrift, wenn derjenige, dessen Unterschrift gefälscht wurde, dadurch keinen Schaden hat und die Unterschrift auch selbst freiwillig geleistet hätte bzw. einverstanden, aber abwesend ist?

gefragt von zucky am 26.04.2005 um 12:06

zispel antwortet am 26.04.2005 um 13:26

Kommt drauf an wofür.
Bin mir jetzt nicht sicher, aber es _könnte_ unter Urkundenfälschung fallen http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/stgb/__267.html

antwortet am 26.04.2005 um 13:34

Wo kein Kläger ist, ist keine Klage.

Ro 80 antwortet am 26.04.2005 um 15:19

kommt drauf an, wessen unterschrift gefälscht wird.

wer zum beispiel meine unterschrift fälscht, kommt ohne einen satz heisser ohren nicht davon, auch wenn ich keinen schaden dadurch habe. – Bewerten …

madaed antwortet am 26.04.2005 um 20:06

@Anton: Falsch! Nach dem Legalitätsprinzip aus § 152 StPO ist die Staatsanwaltschaft verpflichtet, eine Straftat zu verfolgen, sofern ausreichender Tatverdacht vorliegt.
Insofern ist der Grundsatz "wo kein Kläger, da kein Richter" nicht unbedingt richtig, da die Staatsanwaltschatf zur Anklage verpflichtet ist.
Soweit ich weiss ich Urkundenfälschung kein Antragsdelikt, wo das Legalitätsprinzip nur bei Anzeige eines Betroffenen greift.

Der Tatbestand der Urkundenfälschung setzt aber den Vorsatz der "Täuschung im Rechtsverkehr" voraus, was ja in dieser Fallkonstruktion nicht gegeben ist.
Insofern kommt Urkundenfälschung nicht in Betracht.

Abgesehen davon könnte man zivilrechtlich eine Stellvertretung annehmen, wobei da eine auftragsmäßige Fälschung der Unterschrift wohl eher unüblich ist. Zur zivilrechtlichen Situation könnte ich bei Gelegenheit mal Genaueres raussuchen, wenns wichtig ist.

Um die Frage zu beantworten:
Es ist in diesem Fall keine Strafe zu erwarten. – Bewerten …

madaed antwortet am 26.04.2005 um 20:08

Halt! Wir müssen noch zwischen einverstanden aber abwesend und "freiwillig geleistet hätte" noch unterscheiden. Denn die Annahme, dass derjenige dessen Unterschrift gefälscht wird, sie auch selbst geleistet hätte, steht dem Fälscher normalerweise nicht zu, bzw. berechtigt ihn nicht zur Fälschung der Urkunde. Insofern könnte man durchaus eine Täuschung annehmen!
Zumindest wäre der daraus resultierende Vertrag für denjenigen, dessen Unterschrift gefälscht wurde, nicht bindend. – Bewerten …

Sandra26 antwortet am 27.04.2005 um 06:11

Da es ein "Offizialdelikt" ist (der Staat greift von sich selbst ein wenn man es rauskriegt) und kein "Antragsdelikt" ist (Strafantrag muss selber gestellt werden) WIRD das bestraft! – Bewerten …

zucky antwortet am 27.04.2005 um 14:38

Es geht eher um eine Vertragskündigung, wobei der gefälschte MITunterzeichner von dem Vertrag keinen Nutzen, sondern nur Kosten hätte, wohingegen die Gegenpartei dann den Vertrag als nicht gelöst ansehen könnte und eben diese Kosten weiter einfordern könnte.
Der gefälschte ist nicht der Nutznießer aus dem Vertrag, sondern eine Art Bürge.
– Bewerten …

marieJ antwortet am 08.11.2011 um 18:48

Übrigens gibt es dazu ein intessantes, leicht verständliches Buch: Forensische Schriftuntersuchung: Beschreibung einer bewährten Methode (ISBN: 978-3-86386-039-4). – Bewerten …

silberblum antwortet am 16.11.2011 um 11:54

hallo ich habe bei meine freundin sie ist 27 jahre alt und ich auch eine unterschrift gefälscht. ich war in der stadt da kamm mir ein Abo futzi entgegen den habe ich
daten meine freundin geben nur adresse unterschrift das war .
kontonummer ned die weis ich ned hab nix da hingeschrieben
was kommt auf mich zu da sie anzeige gemacht hat und ich eingeladen bin?
geldstrafe? oder was.... – Bewerten …

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