Meine Mutter hat einen Antrag auf Sozialhilfe beantragt und ich als Tochter habe einen Brief bekommen und da muss ich mein ganzes Einkommen angeben,ich bin verheiratet wohne mit meinen Mann und Kinder.Muss mein Mann auch sein Einkommen angeben,er ist doch der Schwiegersohn,das würde mich sehr interessiert,wer weiß es und kann mir helfen?

gefragt von Nellka am 04.11.2010 um 14:06

Günther KF antwortet am 04.11.2010 um 14:09

Als Tochter bist Du Deiner Mutter gegenüber unterhaltspflichtig. Das gilt aber nur, wenn Dein eigenes Einkommen ausreicht, um Deinen Bedarf zu finanzieren. Um Deinen Bedarf zu ermitteln, ist daher auch das gesamte Einkommen Deiner Familie zu bewerten. Das heißt aber nicht, dass dein Mann zum Unterhalt verpflichtet ist. – Bewerten …

Dr.Müller antwortet am 04.11.2010 um 15:22

bist Du Dir da sicher, Günther? Ein Bekannter latzt kräftig für seine Schwiegermutter – Bewerten …

antwortet am 04.11.2010 um 15:32

Ich bin naemlich auch nicht sicher, aber Guenther klang so.
Man ist ja gemeinsam veranlagt und somit zaehlt das gemeinsame Einkommen, oder nicht?

niceNurse antwortet am 04.11.2010 um 18:05

Dein Problem nennt sich "verdeckte Schwiegerkindhaftung". Hier wird das ganz gut erklärt:
http://www.kanzlei-für-verbraucherrecht.de/vermoegensrecht-und-familienrecht/unterhaltsrecht/ratgeber-elternunterhalt-kinder-zahlen-fuer-die-eltern/
Viel Spaß, ich hoffe, dein Mann verdient nicht besonders viel! :-(( – Bewerten …

Ginkgo antwortet am 04.11.2010 um 18:54

Irgendwie mutet mich das Ganze seltsam an .... beim Kindesunterhalt wird rigoros durchgegriffen und das finden alle gut ... beim Elternunterhalt wird gejammert und sich gerne drumherum gemogelt ....

Dabei haben unsere Eltern uns doch einiges ermöglicht ... behütet aufzuwachsen, eine Berufsausbildung zu absolvieren ... die haben manchmal 25 Jahre gelatzt um uns zu dem zu machen was wir heute sind ... oder zumindest eine ordentliche Starthilfe gegeben ...

Auf der einen Seite Nutzen abzusaugen, auf der anderen Seite aber gerne Forderungen ablehnen ... das ist nicht gut.

Wer soll die Eltern denn sonst finanzieren ? Die Allgemeinheit ?

Während die Kinder darüber nachdenken sich ein Ferienhaus in Dänemark zu kaufen ... und nun genervt sind weil deren Wohlstand in Gefahr ist ?

Ne ne ne ....

Klar fände ich das nicht toll wenn das auf mich zukommen würde ... ich kann mein Geld auch anders verblasen .... aber diese Kosten der "Alllgemeinheit" unterzujubeln kann es doch auch nicht sein ....
– Bewerten …

niceNurse antwortet am 04.11.2010 um 19:44

Gegen Elternunterhalt hat doch niemand was (also ich jedenfalls nichts), es ging hier nur um das Schwiegerkind, welches ja eigentlich nicht unterhaltspflichtig ist. Und das niemand vor Freude in die Luft springt, wenn er neben seiner eigenen Familie auch noch die Schwiegereltern unterstützen muss ist wohl naheliegend. – Bewerten …

antwortet am 04.11.2010 um 20:00

"Dabei haben unsere Eltern uns doch einiges ermöglicht ... behütet aufzuwachsen, eine Berufsausbildung zu absolvieren ... die haben manchmal 25 Jahre gelatzt um uns zu dem zu machen was wir heute sind ... oder zumindest eine ordentliche Starthilfe gegeben ..."

Wenn das so war, dann hat sicher auch keiner Probleme fuer seine Eltern zu zahlen.

Ich stelle mir nur vor (und das muss in dem fall natuerlich nicht so sein), da hat der Partner eh schon voll die Asso-Eltern gehabt und soll dann auch noch fuer sie zahlen spaeter?! Damit die evtl. weiterhin biertrinkend vor der Glotze sitzen?
Fuer seine Kinder aufkommen, die ja noch nicht fuer sich selbst sorgen koennen oder fuer erwachsene Menschen, die fuer ihren Unterhalt eigentlich selbst sorgen koennten ist fuer mich ein gaaaanz was anderes.

Und jetzt schlagt mich weil ich so boese verallgemeinert habe... *kopfeinzieh*

Ginkgo antwortet am 04.11.2010 um 20:12

Wenn man / frau heiratet geht man halt gewisse Verpflichtungen ein ... man sollte sich ALLER Verpflichtungen wohl bewusst sein ... und nicht nur, ich verallgemeinere jetzt auch :

- Das Kindergeld abschöpfen
- Die Steuererrückzahlung mitnehmen wenn man erst im Dezember heiratet
- Alle sonstigen "Pro-Familien-Gelder" und Vergünstigungen abschöpfen

Sondern auch abwägen was passiert wenn es mal SCHLECHT läuft ...

Und diese Assis, wie von LaBella beschrieben .... die muss auch jemand bezahlen.

Da ist es mir lieber die Familie bezahlt das ( auch wenn sie nur angeheiratet ist ) als ICH ... der als Steuerzahler nix, aber auch gar nix mit dieser Familie zu tun hat.
Das bezahle ICH ja mit .... ne danke ....

Geld muss irgendwo herkommen ... das kommt nicht von selbst ... wenn die Familie das nicht bezahlt dann die Allgemeinheit.

Wenn Du das nicht willst, dann schöpfe auch nicht die Vorteile einer Ehe ab ... dann hast Du die Freiheit NICHT zu heiraten ... ist doch ganz einfach ...
– Bewerten …

antwortet am 04.11.2010 um 20:24

Das ist eben so im Sozialstaat, Ginkgo. Der brave Steuerzahler kommt dafuer auf und ist dafuer auch abgesichert, wenn ihm sowas passiert.
Ich finde es nicht richtig, wenn im erwachsenenalter die Familie dafuer aufkommen muss, noch dazu die angeheiratete, egal ob nun die Eltern fuer erwachsene Kinder oder umgekehrt.

Ginkgo antwortet am 04.11.2010 um 20:51

Das ist also ein Sozialstaat ?

Eine Hamburger Familie mit einem Eigenheim ( Haus ) und drei Kindern das sie bequem finanzieren kann mit zwei Autos ist tatsächlich dazu in der Lage sich Gedanken darüber zu machen ob sie sich ein Ferienhaus in Dänemark kaufen sollen ?

Tschuldigung nicenurse ... ist aber so ... hast Du ja selbst hier gepostet ...

Aber ich ... der mühevoll seine kleine Stadtwohnung abbezahlt soll für DEREN Familie in die Bresche springen mit meinen überzogenen Sozialbeiträgen ???

Ne Danke Du ... das ist NICHT das was ich unter einem Sozialstataat verstehe ...

Ich springe ja schon in die Bresche für Leute die sich NICHT den Unterhalt für ihre Eltern leisten können ... aber ich sehe es nicht ein für Leute in die Bresche zu springen die eh genug haben.

Das Haus in Dänemark wird halt nicht gekauft ... und alles ist gut.
– Bewerten …

antwortet am 04.11.2010 um 21:21

Ja, die Kinder konnten sich ihre Asso-Eltern ja auch nicht aussuchen. Und es ist ja auch im moment so, dass sie trotzdem dafuer zahlen muessen.

niceNurse antwortet am 05.11.2010 um 17:51

Huch, da bin ich mal 5 Minuten weg und schon wird über mein Vermögen verhandelt...aber mal ganz abgesehen davon, dass es in der Frage nicht um mich ging und ich jetzt 1000 Bettel-KN's bekomme weil alle denken ich sei reich - mach dir keine Sorgen Gingko, ich zahle alles, was ich zahlen muss, selbst. Von deinem sauer verdienten Geld wird sicher KEIN CENT Sozialhilfe für meine Eltern oder Schwiegereltern ausgegeben werden müssen.
(es soll übrigens ein Ferienhaus in der Toskana werden) – Bewerten …

Ginkgo antwortet am 05.11.2010 um 18:17

Entschuldige bitte nicenurse ... das war nicht gegen Dich gerichtet. Du warst halt ein gutes Beispiel.
Wenn das durch meine ungeschickte Formulierung blöd rüberkam bitte ich um Entschuldigung ... mein Fehler, voll und ganz.

Aber nichts desto trotz partizipieren Familien von Vergünstigungen ... und ich sehe es echt nicht ein für Eltern mitzubezahlen deren Kinder sich deren Unterhalt leisten können.

Übrigens gehe ich nicht mit LaBella konform .... ich kenne Kinder deren Mutter halt schwanger wurde und wo der Mann sich dann verpisst hat ... und die Mutter sich und ihre Kinder mit Aushilfsjobs in einer Konditorei über Wasser gehalten hat.
Dann eine schwere Krankheit ..... Bums ... das wars ....

Erwachsene sind nicht automatisch Assis weil sie nicht mehr arbeiten können ... manchmal steckt da auch eine Geschichte hinter .... eine Geschichte mit der niemand tauschen möchte ....
– Bewerten …

niceNurse antwortet am 05.11.2010 um 18:36

Ist schon ok gingko, ich guck da wohlhabend drüber weg. :-) – Bewerten …

Ginkgo antwortet am 05.11.2010 um 20:42

DU guckst da wohlhabend drüber weg ?
Also wenn Dein Macker sich verpissen würde ... und Dich dem sozialen Netz überantworten könnte ohne Dir unterhaltspflichtig zu sein .... könntest Du Dir noch diese Hütte leisten .... geschweige denn das Haus in der Toscana ?

Also Voooooorsicht ..... :-)))))
– Bewerten …

antwortet am 05.11.2010 um 21:48

@Ginkgo: das hatte ich in meinen ersten Worten schon geklaert, ich hab ja nur bewusst den Extremfall gewahlt. Fuer gute, liebende Eltern die sich immer gekuemmert haben und in Not geraten hat ja auch (hoffentlich) keiner was dagegen zu zahlen und auszuhelfen.

Dr.Müller antwortet am 06.11.2010 um 05:29

und da niemand (zum Glück) beurteilen kann, was gute und liebende Eltern sind, ist es eben pauschal geregelt, dass Kinder und Eltern sich gegenseitig Unterhalt schulden, wobei Eltern irgendwann mal ihrer Pflicht lange genug Genüge getan haben und aus der Verantwortung entlassen werden.

Hat man Aso-Eltern, muss man halt ungern zahlen, bei liebenden, guten Eltern eben gern – Bewerten …

niceNurse antwortet am 06.11.2010 um 18:09

Mensch Gingko, irgendwie finde ich es rührend, wie sehr du dir über meine Finanzen Gedanken machst...:-)) – Bewerten …

Smaragda antwortet am 08.11.2010 um 22:28

Ich würde ja mal in erster Linie davon ausgehen, daß die Kinder eben nicht die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung haben, wenn die Mutter diesen schrecklich entwürdigenden Schritt zur Sozialhilfe eingehen muß- wohl gemerkt entwürdigend nur durch das Veralten des gesellschaftlichen Umfeldes...das tut jeder, der seine Eltern liebt, diesen bestimmt nicht an.
Außerdem finde ich es sehr ernierdrigend für die Mutter- und das sind auch wieder diese gewollt schikanierenden Psychospielchen- wenn sie denn schon den Schritt gehen muß, daß dann ihre Kinder auch nochmal in ihre finanziell prekäre Situation miteinbezogen werden; für die Würde und das Selbstwertgefühl eines erwachsenen Menschen, der bereits einiges geleistet hat und bis dato selbständig sein Leben geregelt hat, ist das zerstörerisch.

Was ich hier lese, finde ich wieder so eklig typisch für das sich beständig auflösende soziale Miteinander.
Gingko, ich glaube ganz bestimmt, daß ich bisher monatlich einiges mehr an Steuern abtreten mußte als Du...und ich frage mich wirklich immer, wenn ich diese populistischen Möchtegernsprücheklopper wie Dich verfolge, wie Ihr darauf kommt, arrogant und unverschämt immer genau jene Steurtverteilungen zu verunglimpfen, die in Richtung arme Sau gehen- Ihr disqualifiziert Euch damit für das soziale Miteinander in dieser zivilisierten Demokratie...und wer nicht teamfähig ist, der muß fliegen, jawoll!
Ich könnte mich doch viel mehr über die großzügigen Geldgeschenke aus dem "Allgemeinheitstopf" an die Banken zB aufregen- jene kriminellen Machenschaften sind wirklich gefährlich für den Staat und die werden von "unseren" Geldern auch noch unterstützt...aber das ist natürlich nicht so schön reißerisch! Schließlich muß die Auseinandersetzung mit dem Thema auf anspruchsvollerer Ebene stattfinden, da die kritisch ernsthafte Sichtweise dafür wesentlich mehr Zeit beansprucht. Das ist halt keine leichte Kost für ne Sitzung auf dem Klo, somit fällt dieses Thema also aus Deinem horizontalen Radius.



Meine Güte, Du bist ein wirkliches Opfer der Boulevardpresse, aber damit wiegst Du Dich ja in der stinkenden Geborgenheit Deiner geliebten "Allgemeinheit"... – Bewerten …

Du weißt die Antwort auf diese Frage? Klasse. Dann schreibe sie jetzt sofort hier rein. So eine Chance etwas Gutes zu tun, kommt nicht alle Tage!



 

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