Wenn man mit jemandem telefoniert und dabei das gleiche Fernsehprogramm sieht, ist es normal, dass man die Fernsehstimme durch das Telefon verspätet hört. Aber an manchen Tagen hört man sie durch das Telefon FRÜHER als den eigenen Fernseher. Wie kommt das denn?

gefragt von chillerin am 08.02.2010 um 20:54

ProteusAnguinus antwortet am 08.02.2010 um 21:04

zustände wie bei hempels...telefonieren UND fernsehen...chillerin, das hätte ich nicht von dir gedacht. ;o( – Bewerten …

pumpernickel antwortet am 08.02.2010 um 21:10

es ist normal, dass man den ton durch das telefon verspätet hört.
das merkt man auch wenn man mit jemandem telefoniert, der sich gerade nähert und direkt hörbar wird...
wenn man den tv ton früher als den eigenen hört, hat der gesprächspartner eine andere, schnellere art von tv-empfang (ich merke das bei internationalen fussballspielen.. da höre ich zuerst das geschrei aus den kneipen, dann fällt bei meinem dvbt erst das tor :oD – Bewerten …

mydog antwortet am 08.02.2010 um 21:13

Hast du immer mit der gleichen Person telefoniert?

Je nachdem mit was man fernsieht, gibt es angeblich kleine Verzögerungen.

Kommt auf die Übertragungsart an. Also ob jemand über Satellit, Kabel, Antenne oder Internet fernsieht. Die haben nicht alle gleichen Übertragungsgeschwindigkeiten.
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chillerin antwortet am 08.02.2010 um 21:44

Also: Beide sehen fernsehen über Kabel.
An einem Abend ist der eine früher und am nächsten Abend der andere. DAS macht die Sache so interessant! – Bewerten …

chillerin antwortet am 08.02.2010 um 21:45

Und ja, es ist jedes Mal die gleiche Person und die gleichen Telefone. – Bewerten …

B@tman antwortet am 09.02.2010 um 01:13

Hm....dann solltest du mal überprüfen, ob du oder dein gesprächspartner sich beim telefonieren bewegt haben.
Du weißt schon - Einstein, Relativitätstheorie, Uhren die langsamer gehen, je schneller man sich bewegt und solche Sachen.
– Bewerten …

chillerin antwortet am 09.02.2010 um 06:36

Meistens sitzen beide auf ihrer Couch. Also viel Bewegung ist da nicht.

Reichlich seltsam, das. – Bewerten …

Jochen#16 antwortet am 09.02.2010 um 08:59

Hmm, mit Fernsehtechnik kenne ich mich leider nicht so gut aus.

Wenn man eine TV-Übertragung im Internet als Stream guckt hat man das gleiche Phänomen noch krasser. Da kann es passieren, dass man man zu zweit nebeneinander sitzt und der Nachbar ganze 5 Sekunden zurückhängt. Hier könnte ich dir die Ursache erklären, aber keine Ahnung wie das beim Fernsehen läuft.

Wie weit entfernt befinden sich die beiden Gespärchspartner denn geographisch? Empfängt der eine vielleicht analoge und der andere digitale Signale über Kabel? – Bewerten …

Dr.Müller antwortet am 09.02.2010 um 09:53

bei uns liegen zwischen Kabel und DVB-T ca. 2 - 3 Sekunden – Bewerten …

der ECHTE jemand antwortet am 09.02.2010 um 10:42

chillerin antwortet am 09.02.2010 um 06:36

Meistens sitzen beide auf ihrer Couch. Also viel Bewegung ist da nicht.


ha, glaubst du! schonmal was von http://de.wikipedia.org/wiki/Plattentektonik gehört? hm? – Bewerten …

blue_river antwortet am 09.02.2010 um 14:37

ausserdem macht es einen unterschied, wenn einer über satellit und der andere über kabel fernsieht – Bewerten …

parli antwortet am 09.02.2010 um 15:32

Siehe Pumpernickel und Dr.Müller.
Sogar bei ein und derselben Sendung derselben Senderkette - z.B. Tagesschau - ist z.B. bei uns ein deutlicher Zeitversatz zwischen ARD und NDR3 sowie WDR zu bemerken. Die Digitalisierung und Bündelung der Programme und die Einspeisung in die unterschiedlichen DVB-T - Bouquets verbraucht unterschiedlich viel Zeit.
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sImOLf antwortet am 11.02.2010 um 19:19

@Chillerin: An den Übertragungswegen des Kabelfernsehens sollte sich nicht zuviel ändern. Sie sind halt zu unterschiedlichen Haushalten unterschiedlich lang, aber der Unterschied sollte sich zeitlich nicht ändern.

Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die Gesamtverzögerung durch wechselnde Telefonleitungen (ein Gespräch nimmt nicht jedesmal den gleichen Weg zum Empfänger) und schnurlose Telefone variiert. Das sollte zwar eigentlich im Bereich von Millisekunden liegen, aber vielleicht reicht das schon.

Eine andere Theorie, die mir gerade einfällt betrifft das Kabelnetzwerk. Die Sendungen müssen ja irgendwo herkommen. Nun hat jeder Sender seine Sendezentrale, etwa WDR in Köln, Deutsche Welle in Bonn und manche noch ganz woanders. Zusätzlich gibt es Außenstudios, die teilweise per Satellit angebunden sind. Die Frage ist also nicht: Wie lange braucht die Sendung von "Kabel" bis zu deinem Fernseher, sondern wie lange braucht sie von Köln, Bonn, Hamburg, München - vielleicht mit Satellitenstrecke dazwischen - über die jeweiligen Kabelwege zu den zwei angeschlossenen Haushalten. Und da könnte ich mir vorstellen, dass je nach Programm und Sendung eine von euch mal näher dran, mal weiter weg von der jeweiligen Quelle ist. Selbst wenn ihr in der gleichen Stadt sitzt - die Umwege im Bau von Netzwerken können gewaltig sein. Und da das Telefon eine relativ konstante Verzögerung hat (innerhalb 25ms/national, Quelle [1]), hört man dann die Unterschiede beim Fernsehen.

Wenn das auch falsch sein sollte, könnte man sich noch überlegen, wie sich die Länge der Kabeltrassen durch wärmebedingte Ausdehnung verändern, und welche Auswirkungen das auf die Übertragungsgeschwindigkeit hat - aber das grenzt vermutlich schon an Esoterik.

1. http://telefonieren.dcalling.de/allgemein/verzoegerung-bei-telefondiensten.html – Bewerten …

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